Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg

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Inhalt: Wasserstraßenkreuz Magdeburg

Das Wasserstraßenkreuz (WKM) wurde im Zuge des Projekts Nr. 17 der deutschen Einheit realisiert und besteht aus der Kanalbrücke über die Elbe, der Doppelsparschleuse Hohenwarthe, der Sparschleuse Rothensee, der Schleuse Niegripp, der Niedrigwasserschleuse Magdeburg sowie den verbindenden Streckenabschnitten.

Bis zur Fertigstellung des WKM mussten Schiffe auf der Ost-West Relation Hannover – Berlin einen Umweg fahren: aus Richtung Hannover kommend Abstieg über das SHW Rothensee in den Rothenseer-Verbindungskanal, bei km 333 in die Elbe und dieser bis km 343 folgen, um von dort über den Niegripper Verbindungskanal und durch die Schleuse Niegripp den Elbe-Havel-Kanal zu erreichen. Einschränkender als die verlängerte Wegstrecke waren die saisonal vorhandenen Abladebeschränkungen auf der Elbe.

Das WKM ermöglicht nun die wasserstandsunabhängige Querung der Elbe auf dem Mittellandkanal, verbindet die Elbe mit dem Mittellandkanal und dem Elbe-Havel-Kanal und ermöglicht eine ganzjährige vollschiffige, von den Wasserständen der Elbe unabhängige Erreichbarkeit des Magdeburger Hafens vom Mittellandkanal aus. Die bauliche Fertigstellung des WKM erfolgte mit der Verkehrsfreigabe der Niedrigwasserschleuse Magdeburg am 12. Dezember 2013.

Träger des Vorhabens und Auftraggeber aller neuen Wasserbauwerke am WKM war das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg. Mit der jeweiligen Verkehrsfreigabe ging die Verantwortung für den Betrieb und die Unterhaltung der neuen Bauwerke über an das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Magdeburg.

Das Schiffshebewerk Rothensee ging 1938 in Betrieb und war bis zur Inbetriebnahme der Schleusen Rothensee bzw. Hohenwarthe und der Kanalbrücke über die Elbe die einzige Verbindung der Magdeburger Häfen, der Elbe und des Elbe-Havel-Kanals mit dem Mittellandkanal. Das Schiffshebewerk (SHW) Rothensee wurde nach Fertigstellung der Sparschleuse Rothensee von der WSV in 2006 außer Betrieb genommen und wird seit August 2013 durch die Stadt Magdeburg saisonal von Mai bis Oktober betrieben.