Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg

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Inhalt: Schleusen ABz 4

Die Schleusen im Bereich des ABz4 wurden zwischen 1935 und 1951 erbaut und sind sich vom Massivbau und vom Aussehen her ähnlich. Typisch für die Bauweise sind die hohen grünen Portale mit Hubtoren als Verschlußorgane sowie der Grundriss. Dieser stammt aus der Zeit der Schleppschifffahrt und ermöglichte einem Schleppverband die Passage der Schleuse in einem einzigen Schleusungsvorgang.

Im Bereich des Ober- und Unterhauptes haben die Schleusen eine nutzbare Breite von 12 m. Sie weiten sich zur Mitte hin auf, dort beträgt die nutzbare Breite 20,0 m. Dadurch können die entkoppelten Teile eines Verbandes nebeneinander positioniert und gemeinsam geschleust werden. Die nutzbare Länge der Schleusenkammern beträgt etwa 100,0 m.

Die Kammerwände bestehen aus unverankerten Schwergewichtswänden mit wenig Bewehrung, die in Blöcken gebaut wurden. Die Kammersohle wurde gepflastert (bis auf Schleuse Bernburg). Somit ist sie nicht absolut dicht gegen evtl. eindringendes Grundwasser, was die Trockenlegung beeinträchtigen kann. Die Häupter der Schleusen wurden ebenfalls mit wenig Bewehrung ausgeführt, auf dem Unterhaupt befinden sich die Widerlager für die Schleusenbrücken. Die Hubtore besitzen keine Öffnungen zum Befüllen der Schleuse, dies geschieht über das Anheben der Tore. Unterschiede zwischen den Schleusen gibt es hauptsächlich im Grundriss (Schleuse Bernburg ist "gespiegelt") und im Stahlbau (geschweißt oder genietet, gelenkig oder eingespannt gelagert). Als Revisionsverschluss werden Dammbalken verwendet. Die Schleusen verfügen über keinen Stoßschutz für das Ober- und Unterhaupt. Alle fünf Saalegroßschleusen werden über die Revier- und Betriebszentrale Bernburg ferngesteuert.

Grundriss und mögliche Belegungen der Saalegroßschleusen:

Grundriss und mögliche Belegungen der Saalegroßschleusen: